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Franz Bahr - pneumatic sculptures
Der Metallbildhauer Franz Bahr hat in den 90er Jahren damit begonnen Edelstahl und Eisenbleche sowie Kupfer in einer sehr eigenen Art und Weise zu bearbeiten.
Bahr stellte sich der Aufgabe, in der Metallbildhauerei neue Wege zu gehen. In der Kunstszene sind die Einflüsse von neuen Techniken wie Video, Computern und Internet heute nicht mehr wegzudenken. Warum also nicht auch in der Bildhauerei?
Bahr experimentierte damit, Metall von innen heraus zu verformen, mit Luftdruck treibt er Metallbleche auseinander. Die Ergebnisse dieser neuen Technik waren verblüffend: eckige Blechplatten werden so zum Beispiel zu Kissen, deren metallischen Charakter auf den ersten Blick beim Betrachter Irritation hervorruft.
Das Verhalten des Metalls und der Entstehungsprozess selber sind je nach Grundmaterial immer wieder verschieden, die Ergebnisse sind jedes Mal einmalig. Der Lufteinfüllungsprozesse ist immer wieder mit Überraschungen verbunden.
Die Kraft der Luft, gepaart mit Toleranzen im Material und dem Fertigungsprozess sorgen dafür, dass Falten, Dehnungen, Knicke entstehen. Bis hin zur Explosion ist alles möglich.
Von den Objekten geht dabei eine unvermutete ästhetische Faszination aus. Das Metall glänzt, spiegelt, zeigt dem Betrachter sinnliche Kurven und Formen, die man dem sonst so kühlen Werkstoff nicht zugetraut hätte.
In dem Beitrag sehen Sie, wie die pneumatic sculpture LETICIA durch die Einbringung der Luft zum Leben erweckt wird, von selber aufsteht und ihren ganz eigenen Charakter entwickelt.
Weitere Informationen erhalten Sie über die homepage des Künstlers und bei Zunft[wissen].